Unsere liberale Informationszeitung

Ortsverband mit Ortsverstand

Bürgermeisterwahl und liberales Votum

Anders als zu Beginn der Wahlperiode, hat sich die FDP-Fraktion diesmal für den Bürgermeister-Kandidaten der CDU entschieden. Dies sei allerdings, wie der Fraktionsvorsitzende Dr. Günter Mohrmann betont, kein Koalitionssignal für die Kommunalwahl im Mai 2008. „Die FDP wird immer danach streben, einen klaren, für die Wählerinnen und Wähler verlässlichen Weg liberaler Eigenständigkeit zu gehen. Dafür wollen wir gewählt werden“, so Mohrmann.
In der Praxis heißt dies bevorzugt, mit solchen Vertretern anderer Fraktionen in der Gemeindevertretung zusammenzuarbeiten, die den liberalen Zielen am Nächsten sind. Und dies bedeutet, dass es von Entscheidung zu Entscheidung neue Sachabwägungen und neue Konstellationen des gemeinsamen Abstimmens geben kann.
Bei der Bürgermeisterwahl 2003 hat die FDP für Klaus Rösner votiert. Sie ist damit dem eindeutigen Wählervotum gefolgt, denn er war es damals, auf den im Vergleich zu allen anderen Gemeindevertretern die meisten Stimmen entfielen. Da die Bürgerinnen und Bürger Haslohs erst im Mai 2008 ihre Voten für ihren Bürgermeister-Favoriten abgeben, lag die Entscheidung diesmal bei den Gemeindevertretern.
Die FDP-Fraktion hat sich nunmehr bei ihrer Stimmabgabe daran orientiert, mit welcher Partei in der laufenden Wahlperiode die größten Gemeinsamkeiten, insbesondere bei der Umsetzung des Dorfentwicklungskonzeptes, bestanden haben.
Dies lief auf einen Punktsieg für die CDU und deren Kandidat hinaus.

Ämterzusammenlegung - Chancen für Hasloh !

Jeder, der auf der Einwohnerversammlung dabei war, als es um
die Entscheidungsfindung ging, mit unseren Nachbardörfern eine neue Amtsgemeinschaft zu bilden, kann sich erinnern, dass nur die FDP sich klar zustimmend für das Amt Pinnau ausgesprochen hat. Die Vorteile waren für uns eindeutig. Kosten senken durch Verteilung der Aufgaben an Mitarbeiter der anderen dazukommenden Ämter. Das ist auch so eingetreten. Wir sind nun ein Amt mit über 20.000 Einwohnern, das hat Gewicht im Kreis und verschafft uns Gehör. Es gibt keine Nachteile, denn unser Gemeindebüro bleibt erhalten, was nicht der Fall gewesen wäre, wenn wir dem Vorschlag der SPD gefolgt wären und uns mit den Quickborner zusammengelegt hätten. Ganz abgesehen davon, hätten wir auf Sicht unsere Eigenständigkeit verloren.
Gerd Grühser

Mindestens 105 Grundschüler(innen) im Schuljahr 2013/14

Bereits in unserer letzten Lib-Info konnten wir mitteilen, dass die Grundschule in Hasloh langfristig standortsicher ist. Zu einer Schulschließung kommt es erst, wenn eine Schule von weniger als 80 Schülern besucht wird. Folgt man neuen Prognosen des Amtes Pinnau, dann ergeben sich für die Peter-Lunding-Schule für die folgenden Einschulungsjahre die nachstehend genannten Erstklässler-Zahlen: 2008 (32), 2009 (32), 2010 (20), 2011(36), 2012 (28), 2013 (21). Addiert man die letzten vier Jahre, kann die Grundschule im Schuljahr 2013/14 mit 105 Kindern rechnen. Somit sinkt die Schülerzahl im Vergleich zu heute bereits um ein Drittel.
Um die Schule in den Jahren danach nicht zu gefährden, muss sich Hasloh insbesondere für Familien mit Kindern als attraktive Gemeinde präsentieren. Hierzu gehören neben einer Schule attraktive Kinderbetreuungs-, Sport- und Spielangebote, verkehrsberuhigte Straßen sowie Möglichkeiten, Bauland zu erwerben. Deshalb wird es auch weiterhin ein Schwerpunkt der Politik der FDP sein, sich für die weitere Attraktivitätssteigerung Haslohs für junge Familien nachhaltig einzusetzen.


„Netto-Markt“
FDP- Gemeindevertreter auf verschiedenen Wegen

Es wird oft als Zeichen eines tief gehenden Streites gewertet, wenn die Mitglieder einer Fraktion zu einem Antrag unterschiedlich abstimmen. Wer allerdings so argumentiert, der verkennt die Nützlichkeit einer lebendigen Streitkultur in der Demokratie, die verhindert, dass es zu politischen Gleichschaltungsprozessen kommt. Dies ist in autoritären Staaten an der Tagesordnung und das Gegenteil eines demokratischen Willensbildungsprozesses, der auf offener und von gegenseitiger Achtung getragener Argumentation beruht. Dies bedeutet aber zugleich, dass es selbst unter dem Dach einer Fraktion bei deren Mitgliedern zu unterschiedlichen Bewertungen einer politischen Entscheidung kommen kann.

So war es bei den beiden Liberalen im Hasloher Gemeinderat, dem bau- und finanzpolitischen Sprecher der Fraktion Gerd Grühser einerseits sowie dem Fraktionsvorsitzenden Dr. Günter Mohrmann andererseits. Während Grühser seit langem leidenschaftlich gegen die Ansiedlung des Netto-Marktes stritt, sprach sich Mohrmann dafür aus.

Grühser sieht im Falle von zwei konkurrierenden Märkten keine Überlebenschance für den kleineren Wettbewerber (Edeka-Egge), der angesichts der 5000 Artikel, die er vorhält, nicht so günstig anbieten kann wie der Discounter (Netto) mit nur 1000 Artikeln. Die Hasloher müssten, so Grühser weiter, im Falle der Geschäftsaufgabe von „Egge“ lange Wege fahren, um die Artikel zu kaufen, die ihnen nur der Vollsortimenter bietet. Außerdem waren für ihn die 480 gegen die Netto-Ansiedlung von den Haslohern gesammelten Unterschriften ein klares Votum, dem er sich als Politiker nicht verweigern wollte.

Mohrmann hingegen glaubt den Untersuchungen, dass Groß und Klein parallel bestehen können. Allerdings muss sich das kleinere Geschäft noch mehr auf seine Stärken konzentrieren, die ein Discounter niemals erreichen kann (Fleischabteilung, hausgemachte Gerichte, Hausanlieferungen, Getränkeservice etc.). Für Netto sprächen u. a., dass ein solcher Markt für Jahrzehnte geplant sei und somit Versorgung auf lange Zeit garantiere. Er sei attraktiv für durchfahrende Käufer und bringe so weitere Arbeitsplätze nach Hasloh. Zudem erspare Netto mit seinem mit Aldi, Rewe etc. preislich vergleichbar günstigen Angebot für viele Discounterartikel den Haslohern Fahrten nach Quickborn bzw. Bönningstedt. Denn diese würden sie auch weiterhin nicht im kleinen Markt, sondern im preisgünstigsten kaufen.
Gerd Grühser + Dr. Günter Mohrmann

Gemeinde Hasloh kein Inflationstreiber !

Erfreuliche Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger Haslohs: Im Finanzausschuss wurde in den Beratungen für den Haushalt 2008 der Gemeindevertretung empfohlen, die Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer nicht zu erhöhen. Alle Mitglieder des Ausschusses stimmten dem zu. Dazu der FDP-Fraktions-vorsitzende Dr. Günter Mohrmann: „Dies ist ein wichtiges Signal an die Einwohner und Einwohnerinnen, denn man sollte eine wirtschaftliche Aufschwungphase nicht sofort wieder dadurch aushöhlen, dass sich bei sichtbar steigenden Preisen in nahezu allen Bereichen auch sofort wieder die öffentlichen Kassen daran beteiligen. Vielmehr muss mit Augenmaß bei den „Signalsteuern“ gehandelt werden.“

Arbeitskreis „Marketing“ kompetent besetzt

Auf Antrag der FDP-Fraktion hat die Gemeinde Hasloh den Arbeitskreis „Hasloh-Marketing“ eingesetzt. Es ist die Aufgabe des Arbeitskreises, ein Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit Haslohs zu entwickeln, mit dem regional wie auch überregional wirksamer als bisher für die Ansiedlung von zukunftsträchtigen Unternehmen und für den Zuzug neuer Bürger und Bürgerinnen geworben werden soll.
Die Liberalen entsenden in den Arbeitskreis mit Gerd Grühser und Karl-Heinz Handke zwei Mitglieder, die als Unternehmer bzw. leitende Angestellte solche Aufgaben bereits an ihrem Arbeitsplatz seit vielen Jahren professionell und hauptverantwortlich zu bewältigen haben. Also: Viel Erfolg !

Hallenneubau für Bauhof ist Geldverschwendung!

Noch steht der Bau einer geplanten Halle für den Bauhof, die den maroden Schuppen an der Ladestraße (gegenüber AKN-Bahnhof) ersetzen soll, als Posten des Vermögenshaushaltes im Haushaltsentwurf 2008. Gerd Grühser, baupolitischer Sprecher der Liberalen, hält den Hallenbau, der € 55.000 kosten soll, für reine Geldverschwendung. Dem ist die gesamte FDP-Fraktion gefolgt. Deshalb haben die Hasloher Freidemokraten für die erste Sitzung der Gemeindevertretung in 2008 einen Antrag eingebracht, das Bauvorhaben zu den Akten zu legen. Angesichts der Tatsache, dass in unserer Gemeinde auf Resthöfen für den Bauhof geeignete Hallen zur Verfügung stehen, die sich kostengünstig anmieten und erhalten lassen, wäre ein Neubau, so Gerd Grühser, ein „Schildbürgerstreich“ !

Ortsbild verändert sich

Am 5. Oktober 2007, dem Tag des Beginns der Erschließung des Baugebietes „Lohekoppel, hatte das beratende Ingenieurbüro Hölbling Bürgermeister Brummund und die drei Vorsitzenden der Gemeinderats-Fraktionen Jendretzky (CDU), Hofmann (SPD), Dr. Mohrmann (FDP) eingeladen, um über den neusten Stand der geplanten Bebauung zu unterrichten. Die Politiker wurden darüber informiert, dass das Bauvorhaben etwa Ende 2009 abgeschlossen sein wird.

Noch in diesem Jahr wird mit Kanalisationsarbeiten, mit Lärmschutzmaßnahmen parallel zur AKN-Strecke und am Garstedter Weg begonnen. Für das Frühjahr ist der Bau des Regenwasserrückhaltebeckens geplant. Zeitgleich ist mit der Errichtung erster Bauten zu rechnen. Am Ende des Bauvorhabens werden auf der ehemaligen Weide der Familie Johannes 31 Einzel- bzw. Doppelhäusern entstanden sein. Abgeschlossen werden die Arbeiten mit einer Veränderung der Verkehrsführung auf Höhe der Einfahrt zur Bahnhofstraße. Dort entsteht eine Verkehrsinsel mit Zebrastreifen-Übergang.


V.i.S.d.P. Karl-Heinz Handke, Dorfstr. 7, 25474 Hasloh
 

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